HotPot oder Feuertopf - fünf Liter Chili, bitte!

23Juli2013

Das Essen in Sichuan ist mitunter wahnsinnig lecker. Lecker, denn es ist schön scharf, aber auch etwas wahnsinnig, es ist keine Seltenheit nach dem Essen eine halbe Stunde einen etwas betäubten Mund zu haben. Mala - 麻辣 - betäubend scharf, heißt das dann auf Chinesisch und viele Gerichte kann man so gewürzt bestellen. Wenn man denkt, es geht kaum noch schärfer, findet man manchmal noch kleine Körnchen, die einem den letztem Atem rauben. Das ist dann Sichuanpfeffer. Richtig schön frisch kribbeln beim Essen dann die Lippen und sind dann wie betäubt.

Den gewöhnlichen Hot Pot oder Feuertopf, wie ihn manche Deutsche nennen würden, hatten wir schon einmal vorgestellt. In Chengdu wurden wir mit einer interessanten Spießchen-Variante überrascht. Anstelle von Tellern mit Zutaten, die man sich vorab bestellt, ordert man sich bei Yuans ChuanChuan nur einen großen Topf voll Feuerwasser und kann sich dann in einem großen Kühlraum seine Lieblingszutaten auf Spießchen holen, alles was einem gefällt. Eine riesige Auswahl von Mais, Kartoffeln, Tofu, Brokkoli, Salatblättern, Pilzen und vielen mehr, wobei man pro Spieß umgerechnet nur zwischen einem und 15 Cent bezahlt. Da kommen schnell ein paar Hölzchen zusammen und man köchelt den ganzen Abendglücklich vor sich hin. Als Sauce gibts viel Knoblauch, Chilli, Koreander, Erdnussöl und Sojasauce zum selbstzusammenstellen.

Gestern morgen sind wir in Xining angekommen. Hier zum Zeigen noch eine andere Variante des Feuertopfs von unserem Mittagessen in Xining, die wir auch in Beijing schon gesehen hatten: verschiedene Gemüse, ein paar Nudeln, ein wenig Fisch und Fleisch köcheln rundherum (heiß gehalten wird das durch Kohle, in der Mitte des Vulkans)